Kanzlei Kotte
Rechtsanwältin

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Privatinsolvenz Online

Kanzlei für Privatinsolvenz in Bielefeld

Allgemeines

Obwohl wir keine Online-Kanzlei im eigentlichen Sinne sind, haben wir uns entschlossen, die Schuldenbereinigungsverfahren und Privatinsolvenzanträge auch online anzubieten. Grund hierfür ist in erster Linie, dass hierfür offensichtlich ein Bedarf besteht, so dass wir dieses Verfahren bereits seit einiger Zeit anwenden, um auch Mandanten außerhalb unseres Einzugsbereichs helfen zu können. In einem Punkt unterscheiden wir uns ganz wesentlich von einer online-Kanzlei: wenn Sie nicht weiterkommen, können sie uns telefonisch immer erreichen, wir helfen Ihnen dann weiter. Außerdem müssen Sie die Fragebögen, wenn Sie nicht wollen, auch nicht am Computer ausfüllen. Sie können alles ausdrucken, mit der Hand ausfüllen und uns dann zusenden. 

Zunächst ein paar Informationen zum Ablauf des außergerichtlichen Schuldenbereinigungsverfahrens. 

Dieses Verfahren ist Voraussetzung für die Einreichung des Insolvenzantrages. Im Rahmen dieses Verfahrens werden alle Gläubiger angeschrieben und aufgefordert, ihre Forderungen anzumelden. Dann wird ein Verzeichnis aller Gläubiger erstellt und Ihnen wird ein Vergleichsangebot unterbreitet. Sofern Sie kein pfändbares Einkommen und keinerlei Vermögen haben, besteht das Vergleichsangebot lediglich darin zu versichern, dass Sie sich ernsthaft um eine Erwerbstätigkeit bemühen werden und bis dahin leider keine Zahlungen leisten können. Sofern Sie Freunde oder Familienmitglieder haben, die Ihnen einen Teil des Geldes zur Verfügung stellen würden, kann man sich auch darauf einigen, dass ein Teil der Forderungen bezahlt und der Rest sofort erlassen wird. In diesem Fall würden Sie das Privatinsolvenzverfahren vermeiden und wären sofort schuldenfrei. Ob diese Möglichkeit für Sie in Betracht kommt, klären wir am Besten telefonisch.
 

Kosten

Die Kosten des Schuldenbereinigungsverfahrens können wir, sofern Sie einen Beratungshilfeschein bekommen, mit der Staatskasse abrechnen. Diesen Beratungshilfeschein erhalten Sie, sofern die Voraussetzungen vorliegen, bei Ihrem zuständigen Amtsgericht. 

Sollten Sie keinen Beratungshilfeschein erhalten, entstehen folgende Kosten: 
 
  netto (inkl. USt.) brutto
bis 5 Gläubiger 300,00 € 357,00 €
jeder weitere Gläubiger zuzüglich 20,00 € 23,80 €


Bei 11 Gläubigern würden dann beispielsweise Kosten von 357,00 + 142,80 = 499,80 € entstehen. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir in diesem Bereich nur gegen Vorkasse tätig werden können. Andernfalls wären wir gezwungen, unsere Forderung direkt in Ihre Gläubigerliste einzutragen. Sofern Sie also keinen Beratungshilfeschein bekommen, setzen Sie sich bitte zuerst telefonisch oder per e-mail mit uns in Verbindung, damit wir Ihnen eine entsprechende Rechnung zukommen lassen können. 

Sofern eine außergerichtliche Schuldenbereinigung nicht zum Erfolg führt, muss der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt werden. 

Hierfür gibt es leider keine Beratungshilfe, da das Gericht meint, dass Sie diesen Antrag selbst ausfüllen können.

Nach unserer Erfahrung bereitet dies allerdings oft Probleme.
Sofern Sie wünschen, dass wir den Antrag für Sie ausfüllen, entstehen dadurch folgende Kosten: 
 

  netto (inkl. USt.) brutto
bis 5 Gläubiger 150,00 € 178,50 €
jeder weitere Gläubiger zuzüglich 10,00 € 11,90 €
jede Immobilie zuzüglich 50,00 € 59,50 €


Das Ausfüllen eines normalen Antrages mit beispielsweise 6 Gläubigern würde also      190,40 € kosten, sofern Sie nicht Eigentümer von Immobilien sind. 
Sofern wir für Sie tätig werden sollen, benötigen wir folgende Informationen und Unterlagen:

  • Beratungshilfeschein (Original, per Post),
  • unterzeichnete Vollmacht (Original, per Post),
  • den ausgefüllten Datenerfassungsbogen (per Post oder e-mail),
  • Gläubigerliste (per Post oder e-mail) oder
  • ein Schreiben jedes Gläubigers, aus welchem sich dessen Anschrift sowie das Aktenzeichen ergibt; sofern Sie bereits Post von Anwälten oder Inkassoinstituten haben, benötigen wir ein Anschreiben von diesen,
  • alle gegen Sie ergangenen Mahn- und Vollstreckungsbescheide, sofern Ihnen diese noch vorliegen.
Die Bearbeitungszeit bis zur Stellung des Antrages beträgt ca. 8 Wochen. Bei vielen Gläubigern oder sehr alten Forderungen kann sich diese Angabe verschieben. Sofern wir den Antrag für Sie ausfüllen sollen, müssen wir darauf hinweisen, dass wir hierfür zwei bis drei Wochen benötigen. Auch hier beginnen wir erst, wenn die Kosten gezahlt wurden. Diese entstehen jedoch erst nach Abschluss des außergerichtlichen Schuldenbereinigungsverfahrens, wenn feststeht, wie viele Gläubiger tatsächlich an dem Verfahren teilnehmen wollen. 

Sofern Sie den Antrag selbst ausfüllen wollen, können Sie ihn hier herunterladen

In diesem Fall übersenden wir Ihnen die benötigte Bescheinigung über das Scheitern des außergerichtlichen Einigungsversuches. 

Zu beachten ist, dass der Antrag spätestens 6 Monate nach dem Scheitern des außergerichtlichen Einigungsversuches gestellt werden muss. 

Diesen Stichtag teilen wir Ihnen immer schriftlich mit. Er ergibt sich auch aus der Bescheinigung über das Scheitern.